Sanda, die moderne chinesische Variante des westlichen Kickboxen / MMA, ist in China ein Wettkampfsport, der seine Wurzeln im traditionellen Kung-Fu wiederfindet. Aufgrund seiner prinzipiellen Kampfweise eignet sich das Weng Chun Kung Fu hervorragend dazu, Wettkämpfe auszutragen. Dabei wendet man die Brücken und Prinzipien des Weng Chun Kung Fu angepasst an das jeweilige Regelwerk der Kampfsportdisziplin an.
So bietet das Traditionelle Kung Fu Lei Tai- und Sanda-Wettkämpfe an. Bei diesen Kämpfen sind Schläge und Kicks erlaubt, aber auch den Gegner zu werfen und ihn von der Matte zu stoßen. Gerade die Kombination aus Schlägen, Tritten und Würfen macht das Lei Tai und Sanda zu einem Wettkampf, der sehr nahe an einem realen Kampf ist.
Kick- und Thaibox-Verbände bieten zahlreiche Vollkontaktwettkämpfe im Thaiboxen oder im K1 an, wobei Schläge und Kicks erlaubt, aber Würfe und von der Matte Stoßen verboten sind.
Seit dem großen kommerziellen Erfolg der Ultimate Fighting Championship in den USA wird auch in Europa der Mixed Martial Arts-Wettkampf
immer beliebter. Neben dem Kampf im Stehen, den man mit Lei Tai und Sanda vergleichen kann, entsteht aber beim MMA fast immer auch der Kampf am Boden, wobei beide Kämpfer versuchen,
ihren Gegner durch Hebel oder Würgetechniken zur Aufgabe zu zwingen. Ein sehr Weng Chun spezifischer Wettkampf ist der Chisao-Wettkampf. Dabei fangen beide Gegner den Kampf in dem
Augenblick an, wenn sich die Unterarme schon berühren. Erlaubt sind Schläge, Würfe, Hebel und das von der Matte Stoßen des Gegners. Leider fanden in Deutschland mangels Interesse insgesamt nur
drei
dieser Wettkämpfe statt, die aber alle von den Wettkämpfern des Weng Chun Kung Fu gewonnen wurden!